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Vier Töchter alleine zu versorgen, sorgt morgens für ein organisiertes Chaos. Zeit für sich findet die alleinerziehende Mutter selten.
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Alleinerziehend mit vier kleinen Kindern: „Für mich brach damals eine Welt zusammen“

Vier Töchter hat Melanie Goldner, sie erzieht sie alleine. Was sie als Solo-Mutter gelernt hat? Ruhe bewahren und auf Netzwerke setzen.

Die Kinder sind zwei, fünf, sieben und zehn Jahre alt – alles Mädchen. Seit zwei Jahren erzieht Melanie Goldner (Name geändert), 36, ihre vier Töchter allein. Der Vater und sie haben sich getrennt, die Scheidung läuft. Als alleinerziehende Mutter steht die Zehlendorferin nicht allein da: 28 Prozent aller Familien in Steglitz-Zehlendorf sind Ein-Eltern-Familien, in ganz Berlin sind es sogar 31 Prozent. Melanie Goldner erzählt, wie es dazu kam, dass sie sich jetzt allein um ihre vier Kinder kümmert – und was sie sich von der Gesellschaft wünscht.

Frau Goldner, vier Mädchen – erzählen Sie, wie läuft ein typischer Morgen an einem Wochentag bei Ihnen ab? 
Organisiert chaotisch! Wir haben aber mittlerweile unseren Rhythmus gefunden. Die beiden Großen sind wirklich toll, helfen morgens auch gerne mal mit bei den Kleinen und fahren alleine zur Schule. Der Aufbruch in die Kita ist da schon eine größere Herausforderung, wenn Schuhe fehlen, das Lieblingskuscheltier verschollen bleibt oder der Hase auf dem Pullover auch mal vom Kakao naschen wollte… Eine wahre Zerreißprobe und immer die Zeit im Nacken.

Aber ich glaube, dass kennt jeder, der Kinder hat. Wenn dann endlich alle verteilt sind, starte ich mit dem Haushalt, der Büroarbeit, dem Organisieren, habe Termine oder gehe Einkaufen.

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