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Links ein Wahllokal in Berlin während der Wahlen im vergangenen September, rechts Robert Vehrkamp, Mitglied der Expertenkomission „Wahlen in Berlin“
© Fabian Sommer/dpa, Hauke-Christian Dittrich/dpa
Tagesspiegel Plus

„Berlin ist nicht auf Neuwahlen vorbereitet“: Mitglied der Expertenkommission fordert Tempo vom Senat

Im Gespräch erklärt Professor Robert Vehrkamp, warum es vernünftig sein könnte, auf Wahlwiederholungen zu verzichten – oder aber ganz neu zu wählen in Berlin.

Von Julius Betschka

Herr Professor Vehrkamp, Sie waren Teil der Expertenkommission zur Aufarbeitung der Berliner Wahlen im vergangenen Herbst. Überrascht Sie die politische Einigung auf eine teilweise Wiederholung der Bundestagswahl?
Das ist vor dem Hintergrund unserer Erkenntnisse nicht überraschend. Die Wahlfehler, die passiert sind, betreffen deutlich mehr als die elf Prozent aller Wahllokale, die länger als bis 18.30 Uhr geöffnet waren. Wie viele genau das sind, ist bis heute unklar. Die 400 Wahllokale sind jedenfalls nur die, für die es in den Niederschriften dokumentierte Probleme gibt. Wir wissen aber, dass die Niederschriften sehr unvollständig sind. Eine unserer Empfehlungen ist deshalb, dass der Wahlprozess in allen 2.256 Wahllokalen nochmal mit einer professionellen Personenstromanalyse simuliert wird.

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