zum Hauptinhalt
© Privat / Privat

Berlins beste Gesellen: Graveurin und Gebäudereiniger belegen ersten Platz bei Nachwuchswettbewerb

Maxine Nele Palm und Leon Walendowski schnitten bundesweit unter den Handwerkern am besten ab

Berlin liegt nicht häufig bundesweit an der Spitze. Bei den Nachwuchs-Handwerkerinnen und -Handwerkern ist das anders: Deutschlands beste Graveurin, Maxine Nele Palm (21), und der beste Gebäudereiniger, Leon Walendowski (20), kommen aus der Hauptstadt. Die beiden haben nach Abschluss ihrer Ausbildung vergangenes Jahr am „Praktischen Leistungswettbewerb (PLW) des Deutschen Handwerks“ teilgenommen und jeweils den ersten Platz belegt. Insgesamt hatten sich zwölf junge Frauen und 21 junge Männer in 33 verschiedenen Handwerksberufen als Berliner Landessiegerinnen und Landessieger für den bundesweiten Wettbewerb qualifiziert.

 „Ich habe eine silberne Münze entworfen und gefertigt

Maxine Nele Palm, Graveurin bei der Staatlichen Münze Berlin

Maxine Nele Palm ist bei der Staatlichen Münze Berlin in Reinickendorf tätig, dort hat sie auch ihre Ausbildung gemacht. Für den Wettbewerb hat sie ihr Gesellenstück eingereicht. „Ich habe eine silberne Münze entworfen und gefertigt“, erzählt die Siegerin am Telefon. Das vorgegebene Thema sei gewesen: 500 Jahre Albrecht Dürer und 50 Jahre „Die Sendung mit der Maus“.

Sie hat „Die Sendung mit der Maus“ mit Albrecht Dürer verbunden für ihre Münze

Maxine Nele Palm habe sich überlegt, die „apokalyptischen Reiter“ des Malers und Grafikers zu nehmen und die Maus und die Ente aus den Lach- und Sachgeschichten auf die Pferde zu setzen. „Ich habe die Zeichnung angefertigt dazu, ein 3D-Modell erstellt, geprägt hat das dann die Maschine“, beschreibt sie. In ihrer Ausbildung hat sie aber auch gelernt, von Hand zu gravieren – etwa einen Kolbenfüller.

Leon Walendowski wurde ebenfalls bundesweit Erster. Er arbeitet als Gebäudereiniger bei Conzept Clean GmbH in Alt-Hohenschönhausen.
© Melanie Schneider / Melanie Schneider

Auch Leon Walendowski ist weiter bei der Firma beschäftigt, wo er seine Ausbildung zum Gebäudereiniger gemacht hat: Die Conzept Clean GmbH aus Alt-Hohenschönhausen. Vor der Jury in Stuttgart musste er „eine Polsterreinigung machen, eine Edelstahltreppe reinigen und eine Glas-Außenfassade“, schildert er. Was er mit den 2500 Euro Preisgeld machen wird, wisse er noch nicht. „Das Geld liegt noch auf der Bank“, sagt Walendowski. Beide Gewinner können sich zudem einen Pokal ins Zimmer und eine Urkunde an die Wand hängen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

„Unsere Auszubildenden sind ein Garant für gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität. Da sind zum einen die zahlreichen Ausbildungsbetriebe, für die das Thema Fachkräfte absolute Priorität hat und zum anderen die Gesellinnen und Gesellen, die die besten Botschafter ihres Handwerks sind“, teilte die Präsidentin der Handwerkskammer, Carola Zarth, mit.

Die Gewinnerin und der Gewinner seien Vorbilder für andere Jugendliche auf der Suche nach beruflicher Orientierung. „Der Beste oder die Beste in einem Beruf zu sein, das verdient unseren höchsten Respekt.“

Die eigentlich geplante Feierstunde musste „coronabedingt ausfallen“, hieß es. Der Praktische Leistungswettbewerb der Handwerksjugend findet seit dem Jahr 1951 jährlich jeweils nach den Gesellen- beziehungsweise Abschlussprüfungen statt und wird vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ausgerichtet.

Zur Startseite