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© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Wasserbetriebe
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Chef der Berliner Wasserbetriebe: „Wir müssen unsere Systeme an Dürrephasen anpassen“

Wie stellen sich die Wasserbetriebe auf den Klimawandel ein? Der scheidende Vorstandschef Jörg Simon über langfristige Versorgung – und seine Zukunft als Flughafen-Chefaufseher.

Von Stefan Jacobs

An diesem Mittwoch ist Ihr letzter Tag als Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe. Etwa 18 Ihrer knapp 22 Jahre auf diesem Posten waren davon geprägt, den Leuten das Sparen abzugewöhnen – nach dem Motto: Wenn Ihr nicht spült, verkeimen unsere Rohre, und was Berlin spart, lindert die Trockenheit in Afrika nicht. Jetzt wird stattdessen über schwindendes Grundwasser geredet und über fehlenden Nachschub aus der Spree. Verlassen Sie ein allmählich strandendes Schiff?
Nein, überhaupt nicht. Nach der Wiedervereinigung lag der Trinkwasserabsatz in Berlin bei 300 Millionen Kubikmetern pro Jahr, also fast 50 Prozent über dem heutigen. Durch die drastischen Preiserhöhungen nach der Wende ist er vor allem in den östlichen Bezirken enorm gesunken, sodass unsere Infrastruktur nicht mehr ausgelastet war. Jetzt, da der Klimawandel noch schneller kommt als erwartet, müssen unsere Systeme wieder angepasst werden, um widerstandsfähiger gegen Wetterextreme wie Dürrephasen zu sein.

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