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© imago images/Christian Spicker

„Der Mohr war Eroberer, nicht Sklave“ : Warum die Mohrenstraße weiter Mohrenstraße heißen soll

Der Kulturhistoriker Wolfgang Kaschuba rät davon ab, Geschichte im Straßenbild zu tilgen. Ein paar Ausnahmen gibt es aber.

Von Julius Betschka

Herr Kaschuba, die BVG will die Station Mohrenstraße in Glinkastraße umtaufen. Hat man sich damit einen Gefallen getan?
Die Hauptoper des russischen Komponisten Michael Iwanowitsch Glinka hieß „Ein Leben für den Zaren“. Sie durfte erst unter Josef Stalin wieder aufgeführt werden, weil dem Diktator das antipolnische und antijüdische daran so gut gefallen hat. Der Fall zeigt, wie komplex die Debatte um Straßenumbenennungen ist: Es wird sehr schwerfallen, die Gutmenschen der Geschichte zu finden, die völlig unkritisiert als Namensgeber herhalten können.

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