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Kein Personal, keine Bußgelder: Die Polizei kontrolliert immer weniger.
© Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
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Freie Fahrt für Raser in Berlin: Polizei ahndet immer weniger Tempo- und Rotlicht-Verstöße

Mangelhafte Blitzer und zu wenig Personal machen es Rasern und Rotlichtfahrern leicht. In einem Tunnel konnte die Verfolger-Quote hingegen verbessert werden.

Raser und Rotlichtfahrer haben immer weniger zu befürchten. Der Kontrolldruck der Berliner Polizei hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. So gibt es bei den automatisch arbeitenden Blitzersäulen und den Radarwagen technische Probleme. Für Kontrollen auf der Straße fehlt Personal. Das geht aus Zahlen der Polizei hervor, die der Tagesspiegel ausgewertet hat. Berlin verzichtet damit auf viele Millionen Euro Bußgeld.

Die Anzahl der geahndeten Rotlichtverstöße ist in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich um über 60 Prozent gesunken. 2017 wurden 47.984 Rotlichtfahrer von den automatischen Anlagen geblitzt, im Jahr 2021 nur noch 17.748. Nach Angaben der Polizei sind nur noch zehn von 24 Kombigeräten bei Rotlichtverstößen aktiv. Als Grund wird die fehlende Eichung genannt.

Bislang war nur bekannt, dass einige Säulen komplett abgeschaltet sind – zum Teil seit Jahren. Derzeit sind es vier: am Großen Stern nach einem Gerichtsurteil, am Mehringdamm wegen einer Baustelle, am Ernst-Reuter-Platz und an der Steglitzer Schildhornstraße wegen technischer Probleme. Nach Angaben der Polizei gab es zuletzt keine Vandalismusschäden mehr. Noch vor zwei Jahren waren 13 Geräte außer Betrieb, viele davon waren mutwillig zerstört worden.

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