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Nachruf auf Marie Staege: „Lass uns über etwas anderes reden!“

Magersucht lautete die Diagnose, seit sie 13 war. Den Tod fürchtete sie nicht, sondern den Kontrollverlust. Sie wollte frei sein, selbstbestimmt. Doch ihre Süchte hielten sie gefangen.

„Was hast Du zu verlieren?“ – „Die Kontrolle“, so die Antwort, „aber lass uns über etwas anderes reden.“ Jetzt wolle sie den schönen Tag genießen. Einen Kaffee trinken in der Sonne am Prager Platz. Da saß sie gerne und beobachtete die Menschen.

An diesem Sommertag wollte Marie nicht über ihre Krankheit sprechen. Sie hatte sich zurechtgemacht wie immer, wenn sie rausging, trug einen ihrer Lieblingshüte, den mit der großen Krempe. Sie hatte ein Hutgesicht, darauf war sie stolz. Etwas Lippenstift, zwei Ringe im linken Ohr.

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