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© Robert Michael/dpa
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Notärztin über dramatische Pandemie-Folgen: „Ich stand nachts mit einem Patienten im Rettungswagen auf der Straße und fand kein Krankenhaus“

Manuela Priebe arbeitet im Rettungsdienst in Berlin und Brandenburg. Im Interview sagt sie, dass wegen Corona-Überlastung der Kliniken mehr Notfallpatienten sterben.

Von Sabine Beikler

Frau Priebe, Sie sind Chirurgin und Notärztin in Berlin und Brandenburg. Was erleben Sie in dieser angespannten Situation?
Ich fahre seit 2005 in Brandenburg und Berlin im Rettungsdienst an verschiedenen Notarztstandorten, vor allem im Speckgürtel von Berlin in 24-Stunden-Schichten. Ich kenne fast alle Krankenhäuser. Die Situation ist momentan so, dass in den Krankenhäusern und auch im Notfallbereich die Grundversorgung der Patienten wegbricht. Ich erlebe bei Dienstantritt, dass die Leitstellen Meldungen rausgeben, welche Krankenhäuser und Stationen wegen Überlastung abgemeldet sind und keine Patienten mehr aufnehmen.

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