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„Nur ich komme nicht vor“ : Alle weiß und ohne Behinderung – was bei Geschichten über Vater, Mutter, Kind fehlt

Raúl Krauthausen und Suse Bauer gehören zu den Entwicklern des Kimi-Siegels, mit dem man vielfältige Kinderbücher erkennt. Ein Gespräch über gute Bücher – und gut gemeinte.

Von Daniela Martens

Frau Bauer, Herr Krauthausen, was fehlt bei „herkömmlichen“ Kinderbüchern?
BAUER: Die Vielfalt bei den Figuren. In den meisten Kinderbüchern kommt nur das klassische Schema vor: Vater, Mutter, Kind, alle weiß und ohne Behinderung, wohnen zusammen im Einfamilienhaus.
KRAUTHAUSEN: Es fehlen also Menschen mit Migrationshintergund, einer Behinderung, anderen Hautfarben, aus anderen Kulturen.
BAUER: Und die große Zahl von Kindern, die nur bei einem Elternteil leben. Oder in einer Regenbogenfamilie. Und selbst Kinder mit Brillen oder Hörgeräten kommen kaum vor. Auch Kinderfiguren, die sich nicht so leicht in die klassischen Geschlechterrollen einordnen lassen, sind selten. Und Mütter, die arbeiten, gibt es auch kaum.

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