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© dpa / Fabian Sommer/dpa

„Wir fühlten uns sicher“ : Es war ein normaler Bar-Abend – jetzt ist unsere Autorin ein Corona-Verdachtsfall

Mindestens 18 Menschen haben sich im Neuköllner „Brauhaus neulich“ mit dem Coronavirus angesteckt, mehr als 70 sind in Quarantäne. Über trügerische Sicherheit, mangelnde Kontrolle und fünf Auskünfte aus fünf Ämtern. 

Von Corinna Cerruti

Den Putzlappen in einer Hand, stehe ich mitten in der Küche meiner neuen Wohnung, als ich die Nachricht lese. Das Bezirksamt Neukölln schreibt, man empfehle „allen Gästen aus dem Brauhaus in Quarantäne zu gehen“. Meine Freundin schickt mir den Link der Pressemitteilung. Ich starre aufs Handy, es fühlt sich an, als würde mein Herz einen Moment aussetzen. Mein Blick schweift durch das Chaos in der Küche, von Umzugskarton zu Tasche und Werkzeug. In drei Stunden kommen meine Helfer, um Möbel und Kartons aus meinem WG-Zimmer zu schleppen. Doch jetzt bin ich ein Corona-Verdachtsfall.

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