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Britney Spears, Billie Eilish, Eminem, Kurt Cobain – Warum Menschen Stars brauchen
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Britney, Billie Eilish, Eminem: Warum Menschen Stars brauchen

Sie chauffierte Eminem, arbeitete mit Nirvana und schrieb ihre Doktorarbeit über Fankultur. Jennifer Otter Bickerdike über Britney Spears’ Vermächtnis, sexistischen Rap und die unterschätzte Macht des Publikums.

Frau Otter Bickerdike, Sie haben Ihre Doktorarbeit über Fans geschrieben, mit Künstlern wie Nirvana und Eminem in der Musikindustrie gearbeitet und gerade ein Buch über Britney Spears veröffentlicht. Warum brauchen Menschen eigentlich Stars?
Die Idee, dass wir zu anderen aufschauen und ihnen nacheifern, ist wesentlich älter als das Celebrity-System, das wir heute kennen. Schon die Römer hatten die Gesichter ihrer Helden auf ihren Münzen. Stars sind so etwas wie die Zwischenstufe zwischen uns und den Göttern. Manche sehen deshalb auch einen Zusammenhang von Fantum und Religion. Im Westen verlieren die traditionellen Kirchen dramatisch an Bedeutung. In Amerika ist 2021 die Zahl der praktizierenden Gläubigen erstmals unter 50 Prozent gefallen. Stars und Sternchen füllen die Lücke, die entsteht, wenn man keine Heiligen mehr anbetet.

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