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2019 wurden 59.578 Kinder und Jugendliche vollstationär in Psychiatrien behandelt. Für 2020 gibt es noch keine Zahlen.
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Depression, Angst, Anorexie: Zwei Schülerinnen berichten, wie Corona ihre Welt veränderte

Die Pandemie belastet auch Kinder- und Jugendpsychiatrien zunehmend. Fälle wie Anna und Leonie sind erst der Anfang, fürchten Experten. Und bereiten sich vor.

Von Nina Breher

Am ersten Schultag nach den Corona-Sommerferien 2020 geht es nicht mehr. Anna Weber* tritt aus der Aula, läuft aus dem Schulgebäude, rennt in irgendeine Richtung, sie zittert, ihr Herz rast. Die 15-Jährige ruft ihre Mutter an und bittet, dass sie sie abholt. Steigt ins Familienauto. Weint während der ganzen Fahrt. An den restlichen Tag erinnert Anna sich nicht mehr. Nur daran, dass sie irgendwann später zu ihrer Mutter sagte: „Das soll aufhören. Ich kann nicht mehr.“ Und: „Ich will sterben.“

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