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© Antonio Molina Soler/ Getty Images/EyeEm

Gewalt gegen Frauen nimmt zu : Ihr Mann schlug sie und sagte: „Der einzige Ausweg aus der Ehe ist der Tod“

In Berlin reichen die Frauenhausplätze kaum. Eine Betroffene berichtet – „Ich hatte das Gefühl, so gehört das jetzt“.

Von Ingrid Mueller

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Die Fehlgeburt war ihr Verhängnis. Carola Olbort trauerte um ihr verlorenes Baby. Doch statt mit ihr zu trauern, sie vielleicht sogar zu trösten, rastete ihr Mann aus. Sie war nach dem Schock tagsüber zuhause, er verdächtigte sie, fremdzugehen, kontrollierte jeden ihrer Schritte. „Wenn ich fünf Minuten des Tages nicht erklären konnte, war die Hölle los.“ Als sie eines Tages einkaufen war, „drehte er die Wohnung auf links, riss sämtliche Kleidung aus den Schränken“. „Beweise“ fand er keine, sie war ihm nicht untreu. Aber ihre Erinnerungsfotos waren vernichtet, ein geliebtes Familienschmuckstück perdu. Sie räumte auf und suchte den Fehler bei sich. „Ich dachte, ich muss ihn nur genug liebhaben.“ Carola Olbort ertrug die Ausbrüche ihres Mannes. Über Jahre. Diesen Sommer flüchtete sie in ein Frauenhaus. Wie 18.000 andere Frauen jedes Jahr.

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