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Die erschöpfte Republik: Erst Corona, jetzt Krieg – wie Krisen uns ändern

Wie wollen wir leben? Was ist wichtig? Und welche Rolle spielt die Arbeit dabei? Besuch bei einem, der Antworten auf diese Fragen gefunden hat.

Ein Mann sitzt gut gelaunt auf einem Barhocker im Gastronomiebereich eines großen Supermarktes in Berlin-Zehlendorf. Er arbeitet hier, ist eine Führungskraft; viele Gäste, die an ihm vorbeikommen, grüßen ihn, Angestellte winken ihm zu. Der Mann heißt John Porath. Viele in Deutschland könnten wie er sein, denn viele haben das erlebt, was er durchgemacht hat. Vielleicht so ähnlich oder auch ganz anders.

Mehr als zwei Jahre Pandemie haben den 32-Jährigen, verheiratet, Vater eines Sohnes, durchgeschüttelt wie die wildeste Achterbahnfahrt. Er sei, wie er sagt, am Boden gewesen, körperlich wie psychisch schwer angeschlagen. „Aber ich habe irgendwie weitergemacht.“

John Porath im Supermarkt in Berlin-Zehlendorf an der Clayallee. Er ist zuständig für den Gastronomiebereich, der warmes Essen und ein umfangreiches, frisch gekochtes Angebot für ein Mittagessen to go anbietet.
John Porath im Supermarkt in Berlin-Zehlendorf an der Clayallee. Er ist zuständig für den Gastronomiebereich, der warmes Essen und ein umfangreiches, frisch gekochtes Angebot für ein Mittagessen to go anbietet.
© Armin Lehmann/Tagesspiegel

John Porath grübelt kurz, dann nickt er, als wolle er seinen eigenen Gedanken bestätigen, und sagt: „Ich habe mich sehr viel besser kennengelernt, mich und meine wahren Bedürfnisse.“ Er grübelt erneut und findet: „Erst wenn ich darüber nachdenke, merke ich, was eigentlich geschehen ist.“ Die Pandemie war für ihn auch eine Reise, um mit sich ins Reine zu kommen.

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