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EP-Vizepräsidentin Nicola Beer mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen und Außenminister Jaushieh Joseph Wu (Mitte) in Taipeh.
© Taiwan Presidential Office/AP/dpa (Beer u. Taiwans Präsidentin Tsai)
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EU-Parlaments-Vize zu Taiwan und Ukraine: „China würde einen sehr hohen Preis bezahlen“

Nicola Beer ist die höchste EU-Politikerin, die Taiwan je besucht hat. Im Interview warnt sie Peking vor einer Invasion und beklagt Europas „Naivität“.

Frau Beer, als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments sind Sie die ranghöchste EU-Politikerin, die Taiwan je besucht hat. Hat Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Ihren Blick auf den Inselstaat verändert?
Er hat noch einmal bestätigt, dass Demokratien zusammenhalten müssen. Wir haben uns von Putin überraschen lassen. Das darf und wird uns in Taiwan nicht passieren. Die Bedrohung durch China darf nicht aus dem Blick geraten. Schon bei Hongkong kam Europa aus reiner Naivität zu spät. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es kein „Ende der Geschichte“ gibt. China hält sich nicht an Regeln, Russland verschiebt völkerrechtswidrig Grenzen. Damit sich das nicht wiederholt, müssen wir in Taiwan rechtzeitig aktiv werden.

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