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Hildmann, Naidoo, Nena: Der Schmerz, der bleibt, wenn die Helden der Jugend sich entzaubern

Prominente verabschieden sich ins Lager der Corona-Skeptiker, Vorbilder driften ab. Für Fans ist das dramatisch. Denn es stellt sie selbst infrage.

Von Hannes Soltau

Attila Hildmann, Xavier Naidoo und Morrissey waren einmal meine Vorbilder. Es ist eine Erkenntnis, die mich selbst immer noch am meisten erschreckt. Ich war jung und brauchte die Helden. Damals im ersten Semester, als ich in meiner Selbstwahrnehmung ein unheimlich progressives Studentenleben führte. Als dogmatischer Vegetarier kochte ich für meine Polit-WG Moussaka mit Tofu und Cashew-Petersilien-Creme nach Hildmanns Rezept. Am Kapuzenpullover glänzte ein Button von Morrisseys Ex-Band The Smiths mit dem Slogan „Meat is Murder“. Und aus den Lautsprechern der Musikanlage pumpte der Beat der Brothers Keepers, über den Xavier Naidoo wütend textete: „Wir fallen dort ein, wo ihr auffallt. Gebieten eurer braunen Scheiße endlich Einhalt.“

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