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© Montage: Tagesspiegel | Fotos: Getty Images/sdominick
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Psychische Gesundheit im Dauer-Lockdown: Was gegen das große Corona-Tief hilft

Der Psychiater Bastian Willenborg erklärt, wie man Freunde wieder aufbaut, die Familie motiviert und eine depressive Verstimmung von einer Depression unterscheidet.

Von
  • Esther Kogelboom
  • Marius Buhl

| Update:

Herr Willenborg, Sie sind Chefarzt der psychiatrischen Klinik in Wendisch Rietz und leiten eine Tagesklinik in Berlin. Ihre Kollegen berichten von erhöhter Nachfrage. Ist das bei Ihnen auch so?
Ja, das muss ich leider bestätigen. Die meisten, die zu uns kommen, leiden unter depressiven Erkrankungen, dazu kommen Angst, Essstörungen und Suchtprobleme. Viele berichten von Belastungen durch die Nebenwirkungen der Pandemie. Gestern Abend habe ich in einer Supervision per Videocall drei Kolleginnen getroffen. Sie müssen als niedergelassene Psychotherapeutinnen eine offene Sprechstunde anbieten, in der sie Betroffene beraten. Gleichzeitig haben sie aber nicht genug Behandlungsplätze. Stellen Sie sich mal vor, da haben Sie endlich jemanden am Telefon, der helfen könnte, und dann hören Sie: „Tut mir leid.“

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