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Einen Monat nach der Flutkatastrophe im Ahrtal: Ein Dorf kämpft um seine Zukunft

„So viel wie hier habe ich noch nie geweint“ – 90 Prozent aller Häuser sind in Dernau zerstört, es gab 16 Tote und 200.000 Tonnen Schutt. Und drei Suizide.

Doch so richtig Sorge bereitet ihnen hier der Winter. Wenn die gröbsten Aufräumarbeiten gemacht und die vielen Helfer von auswärts verschwunden sind. Wenn es keine gemeinsamen Mahlzeiten mehr gibt und die Abende und die Gedanken dunkel werden. „Verarbeitet hat das hier noch niemand“, sagt ein freiwilliger Seelsorger, der seit 21 Tagen ununterbrochen im Einsatz ist. „So viel wie hier habe ich noch nie geweint“, sagt er. In diesem Moment kippt hinter ihm eine Helferin von einer Bierbank. Zu wenig Schlaf, zu wenig getrunken, vermutet der Seelsorger und stabilisiert die Frau am Boden. Die meisten Dernauer, die hier gerade zusammen beim Mittagessen sitzen, blicken nur kurz auf.

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