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Das Risiko bei Schönheits-OPs im Ausland: „Ich werde nie wieder oben ohne baden“

Von „Mommy Makeover“ bis Fettabsaugen: Schönheits-OPs sind im Ausland billiger. Birgit Tenhumberg ließ ihre Brüste straffen. Bis heute kämpft sie mit Beschwerden.

Sie dachte, sie müsse sterben. Ende 2017 hatte Birgit Tenhumberg ihr Brüste straffen lassen. Danach litt sie unerträgliche Schmerzen. „Die linke tat so sehr weh, dass ich dachte, sie platzt gleich“, sagt die heute 55-Jährige. Doch kein Arzt traute sich an die geschwollenen, schmerzenden Brüste, die durch eine Kapselfibrose verhärtet waren.

Bis heute kämpft Tenhumberg mit Beschwerden, bis heute sucht sie nach einem Behandler, den sie sich leisten kann. Denn die Krankenkasse ist für vermurkste Schönheitsoperationen nicht zuständig.

Ironie des Schicksals: Ursprünglich war sie zu einem tschechischen Arzt gegangen, um Geld zu sparen. 2400 Euro sollten die Implantate und die Operation kosten. Jetzt muss sie mehr als den doppelten Betrag aufbringen und kämpft seit Jahren mit ihrer Krankenkasse um einen Zuschuss für einen Implantatwechsel.

Heute lebt sie jeden Tag mit Schmerzen

Bis an das Ende ihres Lebens wird sie mit asymmetrischen Brustwarzen und schiefen Brustwarzenvorhöfen leben müssen. „Ich werde nie wieder oben ohne baden, mein Sexleben ist nicht mehr existent, weil meine Brüste bei Bewegungen immer noch schmerzen“, sagt Tenhumberg. Nachts kann sie sich ohne Beschwerden nicht einmal von einer Seite auf die andere drehen. Eine Narbe verläuft unter der Brustwarze fast bis unter die Arme, statt versteckt in der Brustunterfalte zu liegen. Sie schämt sich.

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