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© DAVIDS/Tom Maelsa

Bildungslücken schließen : Für wen sich die Sommerschule lohnt – und für wen nicht

Es war ein riesiges Bildungsexperiment: 8.894 Schüler haben in Berlin die Sommerschulen durchlaufen. Doch während die einen Unterricht neu entdecken, gehen anderswo alle frustriert nach Hause

Von Nantke Garrelts

Swee will eigentlich nicht, aber sie muss. Einen Schnellvortrag über Mobbing sollen dieNachhilfeschüler halten, die Vierzehnjährige ist als Vorletzte an der Reihe. Den Gang nach vorne an die Tafel tritt sie schleppend an, will in ihrem etwas zu großen Sweatshirt versinken. Vier Mitschüler und ein Lehrer sitzen im Raum mit den orangenen Wandleisten und den kleinen Schülerstühlen mit Metallrahmen. Swee gibt sich ein Ruck: „Ich möchte euch heute etwas über Mobbing erzählen.“ Was das ist, dass es im Schulhof und im Internet passieren kann, all das erklärt sie der Gruppe, stolpert ab und zu, aber findet den Faden immer wieder. Am Ende der fragende Blick in die Gruppe: Wie schlimm war es? Die Mitschüler finden: Gut gemacht. Michail Groys gibt eine Zwei plus, weil es an der Begrüßung haperte.

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