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Der Konsum von Schmerzmitteln nimmt zu.
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Von der Aspirintablette bis zur Fentanylkrise: Unser Umgang mit Schmerz ist falsch und gefährlich

Die Zahl der Drogentoten steigt, ebenso der Konsum von Schmerzmitteln. Dabei könnte das Leid, das wir betäuben, uns etwas über falsche Lebensumstände verraten.

Ein Essay von Hannes Soltau

Es gibt einen kleinen Trostvers für Kinder: „Nicht weinen! Nicht weinen! Gleich ist’s wieder gut! Das Wehweh soll weggehn, es tut gar nicht gut. Fenster auf – hinaus mit dir! Türen auf – hinaus mit dir! Einmal Regen, einmal Schnee, und schon tut es nicht mehr weh!“

Heute nimmt jeder dritte Amerikaner opioidhaltige Medikamente, geschätzt 2,5 Millionen sollen davon abhängig sein. Massenhaft wird der Wirkstoff verschrieben, da er effektiv Schmerzen lindert und Ängste löst. Doch den Kampf gegen die Beschwerden bezahlten dort seit 1999 eine halbe Million Patienten mit ihrem Leben. In Pandemiezeiten hat sich das Problem noch verschärft. Alle fünf Minuten stirbt in den USA ein Mensch an einer Opioid-Überdosis.

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