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Wer ist er, wer will er sein? In seinem Verhalten, seinem Gesagten, finden sich viele Hinweise auf eine krankhafte Persönlichkeitsstörung.
© AFP / Sergei Guneyev/Sputnik
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Warum Atomwaffen für Putin eine Option sein könnten: „Seine Selbstdestruktivität schließt Suizid ein“

Der Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth sieht im Verhalten des Kreml-Chefs krankhaft-gefährliche Züge aufgrund tiefsitzender Kränkungen und Paranoia.

Herr Wirth, Wladimir Putin wird immer als besonders rational dargestellt. Steckt in Wahrheit ein Aggressor hinter der Fassade?
Betont rational, emotionslos und „cool“ aufzutreten, gehört wahrscheinlich zu seiner Persönlichkeit, es ist aber auch eine Inszenierung. Das ist sein Image. Seine Anhänger finden das gut, wie er die Dinge kühl seziert, weil es Überlegenheit suggeriert. Im politischen Geschäft hat ein solches Verhalten ebenfalls Vorteile. Es scheint, als habe er sich selbst und die Situation jederzeit unter Kontrolle. Aber betrachtet man ihn jetzt genauer, hat sein Pokerface Risse bekommen, die Gesichtszüge entgleiten ihm häufiger, seine Aggressivität, seine Wut und sein Hass werden spürbar. Das ist es, was sich hinter dem zynisch wirkenden Lächeln verbirgt. Und das kann krankhafte und wie wir sehen sehr gefährliche Züge annehmen.

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