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© Freiwillige bei einem Training in der ukrainischen Stadt Lwiw am 6. März 2022, Kai Pfaffenbach/Reuters
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Was zieht junge Deutsche in den Ukraine-Krieg?: „Sie spüren einen starken Druck, ihre Männlichkeit auszubilden“

In der Ukraine kämpfen auch Männer aus Deutschland. Der Sozialpsychologe Rolf Pohl erklärt die Kampfeslust – und wie man ihr vorbeugt.

Von Katharina Kunert

Herr Dr. Pohl, derzeit melden sich vermehrt junge Männer als Freiwillige in der Internationalen Legion der Ukraine. Teilweise ohne militärische Vorerfahrung. Woher kommt diese Kampfeslust bei jungen Männern?
Junge Männer wachsen nach wie vor in eine Gesellschaft hinein, in der es eine männliche Dominanz und Vorherrschaft gibt. Sie verspüren einen starken Druck, diese Männlichkeit auszubilden. Eine Männlichkeit, die immer autonom und überlegen sein soll. Und wenn diese eigene Überlegenheit in Gefahr gerät, muss sie unter Beweis gestellt und verteidigt werden. Daher kommt die – im Vergleich zu Frauen – stärkere Affinität zu gewaltsamen Lösungsmustern.

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