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Hugenottenmuseum in Berlin: So erlebte die Region vor 300 Jahren einen Entwicklungssprung

Auch sie waren Flüchtlinge: Die Dauerausstellung des Berliner Hugenottenmuseums im Französischen Dom ist überarbeitet und neu eröffnet worden. Ein Besuch am Gendarmenmarkt.

Von Udo Badelt

Der Große Kurfürst steht erhöht. Von der Terrasse seines Schlosses aus blickt er, den Bauch herrscherlich nach vorne geschoben, die rechte Hand etwas herablassend zum Gruß gestreckt, auf den Mann im schlichten schwarzen Talar. Der steht zwei Stufen unter ihm und reicht die Bilddynamik weiter, indem er mit seinen Händen auf die Gruppe hinter ihm verweist. Die Szene ist fiktiv, aber sie könnte sich so zugetragen haben. Eine Imagination, die einen für die Geschichte der Region bedeutsamen Augenblick auf den Punkt bringt: Friedrich Wilhelm empfängt hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich. Gemalt hat das Bild 1878 der heute eher unbekannte Ernst Albert Fischer-Cörlin, der dabei ein Motiv von Daniel Chodowiecki aus dem 18. Jahrhundert abwandelte, das mehreren Künstlern als Vorlage diente. Jetzt ist Fischer-Cörlins Gemälde ein Blickfang in der neugestalteten und kürzlich wiedereröffneten Dauerausstellung des Berliner Hugenottenmuseums im Französischen Dom.

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