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Der russische Präsident Wladimir Putin reitet im Sommer 2009 auf einem Pferd.
© Imago Stock
Tagesspiegel Plus

Interview mit Psychologe Björn Süfke: „Toxische Männlichkeit bringt uns um“

Björn Süfke hat sich auf die Therapie von Männern spezialisiert. Ein Gespräch über Putins Machtgesten, emotionale Verdrängung und die Unfähigkeit, zu trauern.

Von Anna-Lena Schlitt

Herr Süfke, Sie arbeiten seit zwanzig Jahren in der therapeutischen Beratung von Männern und haben mehrere Bücher dazu geschrieben. Welche Vorstellung von Maskulinität erkennen Sie beim russischen Präsidenten Wladimir Putin?
Mir kommt sofort dieses Bild von Putin mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd in den Sinn. Auffällig ist dieses rigide Festhalten an einer sehr traditionellen Männlichkeitskonstruktion von Härte, Stärke und Unnachgiebigkeit. Es scheint für Putin so bedeutsam zu sein, dieses Männlichkeitsbild vor sich und seinem Land zu demonstrieren, dass er bereit ist, die Welt in Chaos zu stürzen – ganz nach dem Motto „Und wenn es Krieg darüber gibt und die ganze Welt mich hasst“.

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