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Portrait von Anna Louisa Karsch  aus dem Jahr 1791, gemalt von 
Karl Christian Kehrer.
© Collection Gleimhaus
Tagesspiegel Plus

Dichterin Anna Louisa Karsch: Geschichte einer schreibenden Frau

Zum 300 Jubiläum: Die Wahlberlinerin Anna Louisa Karsch gilt als erste deutsche Dichterin, die mit Lyrik ihren Lebensunterhalt bestritt. Wie hat sie’s gemacht?

Ihre Aussicht auf Nachruhm hat Anna Louisa Karsch nüchtern eingeschätzt. „Frau, schreib ich für den Ruhm, und für die Ewigkeit? / Nein, zum Vergnügen meiner Freunde! / O das Gerüchte trägt nur eine kurze Zeit. / … / Wenn Du voll Zärtlichkeit bey meiner Asche weinst / Noch ehe sich die Würmer an mir satt gefressen, / Dann, Frau, hat schon die Welt mich und mein Buch vergessen.“ So brachte sie es anno 1762 aufs Papier. Ganz vergessen war sie aber nie. Ihre Lobeshymnen auf Friedrich den Großen liest zwar kein Mensch mehr, aber als erste deutsche Dichterin, die mit Lyrik ihren Lebensunterhalt bestritt, hat die „preußische Sappho“ einen Platz in der Literaturgeschichte.

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