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Russlands Präsident Wladimir Putin am 18. März 2022 im Luschniki-Stadion in Moskau.
© Mikhail Klimentyev / AFP
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Gräueltaten in der Ukraine: Die Rede von „Putins Krieg“ ist verharmlosend

Bundeskanzler Olaf Scholz nannte die Invasion in die Ukraine „Putins Krieg“. Längst ist diese Formulierung irreführend – denn es sind viele, die töten oder zum Unrecht schweigen. Ein Kommentar.

Eine Kolumne von Hannes Soltau

| Update:

Folgt man der gängigen Erzählung von Historikern, dann ist die menschliche Geschichte das Ergebnis einer Aneinanderreihung von Taten großer Feldherren. So gilt Karl der Große als „Vater Europas“, Friedrich der Große als Garant für die Verbreitung des Geistes der Aufklärung und Napoleon als Ideengeber des modernen Nationalstaates. Noch immer scheint man sich hierzulande von der Formel „Name + Tat = Weltgeschehen“ nicht verabschieden zu wollen. Selbst in einem Ausdruck wie „Merkels Vermächtnis“ scheint etwas vom Absolutismus vergangener Jahrhunderte auf, als der Einzelwille von Herrscher:innen mit dem Schicksal einer Nation gleichgesetzt wurde.

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