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Roman über die Geschichte Taiwans: Und dann kamen die Festländer mit Gewehren im Anschlag

Taiwan ist nicht China. Aber was ist es? Stephan Thomes „Pflaumenregen“ erzählt virtuos das Drama einer Familie von der japanischen Kolonialherrschaft über die Kuomintang-Diktatur bis heute.

Von Cornelius Dieckmann


„Erst kamen britische Kriegsgefangene, dann amerikanische Bomber, später die Festländer mit Gewehren im Anschlag.“ Anfang der 1940er Jahre ist Taiwan ein Blatt im Taifun der Weltmächte. Seit bald einem halben Jahrhundert weht über der Insel die Flagge der japanischen Kolonialmacht, die Hauptstadt Taipeh heißt Taihoku, taiwanesische Kinder skandieren in der Schule Nippons Kaiserpropaganda. Das Reich hat Pearl Harbor angegriffen, kämpft im Pazifischen Krieg gegen die Republik China und verwendet seine Musterkolonie Taiwan als Stützpunkt und Straflager. Japan wird siegen, verkündet Japan. Japan verliert.

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