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Schweinkram hinter verschlossener Tür : Im Berlinale-Gewinnerfilm wird der Sex politisch

Für „Bad Luck Banging or Loony Porn“ bekommt der Rumäne Radu Jude den Goldenen Bären. Im Videocall erzählt er von dadaistischen Dreharbeiten und lustfeindlichen Landsleuten.

Von Andreas Busche

Die Wörter Porno, Politik und Pandemie verbindet nicht nur der Anfangsbuchstabe. In „Bad Luck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude, dem Gewinner des Goldenen Bären, stehen sie auch in einem Kausalzusammenhang. Die offensichtlichste Verbindung, erzählt der rumänische Regisseur im Videocall lachend, sei die Tatsache, dass seine Landsleute in der Pandemie europaweit zu den emsigsten Konsumenten der kleinen schmutzigen Filmchen im Internet wurden. Pornografie gehört heute nicht nur fast schon zum Alltag – in der Kunst, im Pop, in der Politik (man erinnere sich an die dick pics, die den US-Demokraten Anthony Weiner die Karriere kosteten). Auch im zwanglosen Homeoffice ist sie meist nur einen Klick von der Zoom-Konferenz entfernt.

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