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Jahrestag des Anschlags von Hanau : Unser Rassismus, unsere Toten

Wenn es um Rassismus in anderen Ländern geht, verurteilt Deutschland das auf das Schärfste. Aber hier schauen wir weg. Warum eigentlich?

Eine Kolumne von Hatice Akyün

Eigentlich wollte ich Ihnen etwas über meine Lockdown-Müdigkeit erzählen. Darüber, wie sich mein Optimismus immer mehr zum Fatalismus entwickelt, über mein Wechselbad zwischen Rationalität und Emotionalität und dem gefühlten Hausarrest zwischen Homeoffice, Homeschooling und Supermarkt. Während ich also meinen immer grauer werdenden Haaransatz bejammerte, las ich eine Meldung über die Gedenkveranstaltung für die Opfer von Hanau. Ein Jahr ist das schon her?, wunderte ich mich, es fühlte sich viel länger an. Ich schämte mich für mein Selbstmitleid, während nur wenige Hundert Kilometer entfernt Familien trauern, die bei dem Anschlag ihre Liebsten verloren haben.

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