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© Eine Illustration von Martha von Maydell/mvmpapercuts.com

Streit unter Linken : Wo Sahra Wagenknecht irrt

Sahra Wagenknecht kritisiert in ihrem Buch die Identitätspolitik und fordert, linke Politiker müssten sich wieder mehr um materielle Ungleichheit kümmern. Warum sie ein Scheingefecht führt.

Ein Essay von Regina Kreide

Wenige Monate vor der Bundestagswahl bekämpfen sich die Linken wieder einmal selbst. Medienwirksam findet ein Streit zwischen den sogenannten „Identitäts-Linken“ und „Materialitäts-Linken“ statt, die sich gerade wieder durch Sahra Wagenknechts Buch „Die Selbstgerechten“ ins Gespräch gebracht haben. Die „Identitäts-Linken“ sind durch die Forderung bekannt geworden, dass einzig Mitglieder von Opfergruppen im Namen diskriminierter Minderheiten sprechen dürfen. Jüngstes prominentes Beispiel: Anfang März dieses Jahres gab Marieke Lucas Rijneveld den Auftrag zurück, das Gedicht von Amanda Gorman, das bei Bidens Amtseinführung für Begeisterung sorgte, ins Niederländische zu übersetzen, nachdem Kritik laut wurde, dass eine nicht-schwarze Person mit dieser Aufgabe betraut worden war.

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