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Pfarrerin Kathrin Oxen, an der Kaiser-Wilhelm-Gedaechtniskirche in Berlin, Portraet, 
Copyright: Sven Darmer, 10.06.2022
© Sven Darmer
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Pfarrerin nach Amokfahrt am Breitscheidplatz: „Die Gedächtniskirche war schon immer ein Ort mit Narben“

Pfarrerin Kathrin Oxen leitete nach der Amokfahrt die Andacht in der Gedächtniskirche. Ein Gespräch über Opferarbeit, Gedenken und Sicherheit auf dem Breitscheidplatz

Frau Pfarrerin Oxen, wann haben Sie von der Amokfahrt am Mittwoch erfahren?
Meine Tochter, die gerade in Riga ist, hat mich angerufen. Sie hatte eine Pushnachricht auf ihrem Handy, und wollte wissen, ob bei mir alles OK ist. Denn sie weiß ja: Die Kreuzung, an der es passiert ist, liegt auf meinem täglichen Weg zur Kirche. Ich bin dann selbst zur Kirche geeilt – und dann hat uns die Polizei darum gebeten, die Gedächtniskirche als den Ort zur Verfügung zu stellen, wo sich die Zeuginnen und Zeugen sammeln können. Die wurden da alle registriert. Wir wurden dadurch zu einem Zufluchtsort: Nach und nach kamen Menschen in unterschiedlichen Graden der Betroffenheit bei uns an. Auch die Schulklasse, deren Lehrerin getötet wurde, hat sich bei uns gesammelt.

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