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Russlands Präsident Putin und der belarussische Staatschef Lukaschenko trafen sich Ende Juni in St. Petersburg.
© REUTERS / Sputnik/Mikhail Metzel/Kreml via REUTERS
Tagesspiegel Plus

Belarus übt im Ukraine-Krieg den Spagat: Das doppelte Spiel des Alexander Lukaschenko

Beim Angriffskrieg gegen die Ukraine kooperiert Belarus intensiv mit Russland. Truppen entsendet Machthaber Lukaschenko aber nicht. Experten zufolge gibt es dafür aus seiner Sicht bedeutsame Gründe.

Alexander Lukaschenko ist besorgt. Zum einen missfällt dem belarussischen Machthaber die seiner Ansicht nach „aggressive“ Politik der Nachbarländer Litauen und Polen insbesondere in Bezug auf die russische Ostseeexklave Kaliningrad. Zum anderen beklagt er die verstärkte Nato-Präsenz nahe der Grenze seines Landes, in den Militärmaschinen vermutet der 67-Jährige zudem Atomwaffen.

All dies erfordere eine „symmetrische Antwort“. So formulierte es Lukaschenko am Wochenende, als er seinen engsten politischen Verbündeten Wladimir Putin in dessen Heimatstadt St. Petersburg besuchte. Und der russische Präsident versprach Lukaschenko sogleich ein stattliches Rüstungspaket.

So werde Belarus „in den kommenden Monaten“ das Raketensystem Iskander-M mit einer Reichweite von 500 Kilometern erhalten. Dieses könne „sowohl ballistische Raketen als auch Marschflugkörper aufnehmen – sowohl in konventioneller als auch in nuklearer Ausführung“, erklärte Putin. Darüber hinaus wolle Russland belarussische Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-25 nachrüsten, sodass auch diese atomwaffenfähig sind.

Das belarussische Militär ist eine sehr schwache Truppe: Unterausgestattet, untertrainiert, unterfinanziert.

András Rácz, Belarus-Experte der DGAP

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