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© SOPA Images/LightRocket via Gett
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Bis zu zehn Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine?: „Es müsste eine Luftbrücke geben – ähnlich wie 1948“

Der Migrationsforscher Gerald Knaus erklärt, wie Europa mit der historischen Fluchtbewegung umgehen kann. Ein humanitäres Chaos müsse verhindert werden, warnt er im Interview.

Herr Knaus, Sie prognostizieren, dass etwa zehn Millionen Menschen aus der Ukraine fliehen könnten. Was würde das für Europa bedeuten?
Wir erleben die größte humanitäre Krise in der Geschichte Europas seit dem zweiten Weltkrieg. Das ist mit keiner Fluchtbewegung der vergangenen Jahrzehnte vergleichbar. In den 90er Jahren sind im Bosnienkrieg eine Million Menschen geflohen. 2015 und 2016 sind innerhalb von zwölf Monaten eine Million Menschen aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Jetzt sind innerhalb von nur zwei Wochen 2,5 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen – und es ist kein Ende in Sicht. Man muss die Antwort darauf sehr gut organisieren, um das zu bewältigen. Sonst geht ein zynischer Plan Putins in Erfüllung.

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