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Der Supermarkteinkauf wird aus Sicht für einige zum „Kampf an der Preissteigerungsfront“, sagt Ziems.
© dpa / Fabian Sommer
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Psychologie der Krise: Was die Inflation mit den Deutschen macht

Marktpsychologe Dirk Ziems untersucht, wie Menschen mit der Teuerung umgehen. Er unterscheidet vier Typen – und erklärt, was in der Kommunikation der Politik falsch läuft.

Herr Ziems, Sie untersuchen mit tiefenpsychologischen Interviews das Befinden der Deutschen in der Inflation. Welche Ängste wecken die aktuellen Preissteigerungen?
Für viele Menschen ist es bislang eher eine dumpfe Vorahnung: Die Zeit der Sorglosigkeit und des Überflusses ist vorbei. Viele verstehen, dass hier eine Zeitenwende im Gange ist, aber wollen das momentan noch nicht so stark an sich heranlassen. Die Ballung der Krisen – Corona, Klima, Krieg, Inflation – überfordert sie. Sie wollen jetzt den Sommer genießen und schieben das von sich weg. Bei Menschen mit wenig Geld sind die Ängste aber durchaus präsent: Wie viel muss ich bei den Energiekosten nachzahlen? Muss ich an Erspartes ran? Kann ich das überhaupt zahlen?

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