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Radieschen in Papiertüten: Eine Ehrenamtliche packt Lebensmittel in Tüten.
© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
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Tafeln in Deutschland: „Die Leute brauchen jetzt Hilfe, nicht irgendwann in der Zukunft“

Auch das zweite Pandemiejahr stellte die Tafeln vor große Herausforderungen - und die Menschen, die sie nutzen. Was erwarten sie sich von der neuen Regierung? Bilanz und Ausblick.

Von Anna Thewalt

| Update:

Es ist ein milder Tag im Dezember, aber kalt wird einem trotzdem, wenn man lange draußen anstehen muss. Barbara, 48 Jahre alt, hat es inzwischen in den Vorraum der Martin-Luther-Kirche in Neukölln geschafft, wo die Berliner Tafel Lebensmittel verteilt. Sie ist Künstlerin, hat als Buchhändlerin gearbeitet, bezieht aktuell Hartz IV. Ihren 9-jährigen Sohn zieht sie alleine groß. Seit genau einer Woche ist Olaf Scholz Bundeskanzler, der im Wahlkampf für eine „Gesellschaft des Respekts“ eintrat – mehr Respekt vor der Leistung Einzelner, auch vor Armut im Alter und prekären Lebensumständen. Barbara erhofft sich von der neuen Bundesregierung trotzdem keinen großen Wandel. „Ich glaube nicht, dass sich viel ändern wird.“

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