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Nora Häuptle hat noch viel vor als Trainerin.
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Diskriminierung im Fußball: „Frauenquoten können ein Eigentor sein“

Nora Häuptle war bis vor Kurzem die einzige Trainerin in der Bundesliga der Frauen. Ein Gespräch über die Hindernisse für Frauen im Fußball.

Von Inga Hofmann

Frau Häuptle, vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Sie nach einem Jahr beim SC Sand aufhören. Wie kam es dazu?
Das kam sehr überraschend für mich. Letzten Sommer haben wir entschieden, dass wir gemeinsam den Weg begehen. Uns allen war bewusst, dass es anspruchsvoll wird mit den vorhandenen Ressourcen das Bundesliga-Niveau zu halten. Es braucht ein gewisses Spielermaterial, aber auch von der Infrastruktur war wenig vorhanden. Das haben wir in den letzten Monaten stetig entwickelt, indem wir zum Beispiel Assistenztrainer und Physiotherapeut professionell angestellt haben, die zuvor Amateure waren. Das war viel Arbeit. Auch viele Spielerinnen, die aus der Zweiten Liga kamen, mussten sich zunächst an die Bundesliga gewöhnen. Ich war zuversichtlich, dass wir das hinkriegen. Da kam die Freistellung sehr überraschend, besonders zu dem Zeitpunkt. Ich war ziemlich enttäuscht über diese Entscheidung.

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