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© Doris Spiekermann-Klaas TSP
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BASF-Chef im Interview: „Europa wird bei Halbleitern niemals autark sein“

Die Lieferketten sind aus gutem Grund global, meint Martin Brudermüller. Doch neue Investitionen hin zur klimaneutralen Industrie sind für ihn essenziell – auch in Brandenburg.

Herr Brudermüller, große Energieverbraucher fahren gerade die Produktion zurück wegen der hohen Kosten. Wie kommt der größte Chemiekonzern der Welt mit der Preisexplosion zurecht?
Natürlich lösen die aktuellen Gaspreise überall Alarm aus. Man sollte das aber im Zusammenhang der wirtschaftlichen Entwicklung sehen. Vor einem Jahr waren die Preise aufgrund der niedrigen Nachfrage sehr niedrig. Jetzt brummt überall die Konjunktur, und zusätzlich geht es auf den Winter zu. Das sorgt für eine hohe Nachfrage und steigende Preise. Die Unternehmen müssen jetzt einen Teil der Preissteigerungen an die Kunden weitergeben. Ich glaube aber nicht, dass Gas dauerhaft so teuer bleibt. Spätestens im Frühjahr sollten die Preise wieder nachgeben. Grundsätzlich sehen wir gerade aber auch, wie empfindlich das Energiesystem ist. Das sollte auch die Politik aufmerksam registrieren.

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