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Geld allein macht nicht glücklich, so sagt es die Volksweisheit.
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Soziologe über seine Forschungsergebnisse: „Ab 2200 Euro netto macht mehr Gehalt nicht mehr zufriedener“

Martin Schröder hat untersucht, was Menschen zufrieden macht – und wie der Job dazu beiträgt. Die Ergebnisse des Soziologen erstaunen.

Von Tobias Gürtler

Herr Schröder, welche Rolle spielt der Job für die eigene Zufriedenheit?
Der Job ist einer der wichtigsten Faktoren, neben der Gesundheit wahrscheinlich sogar der wichtigste überhaupt. Das zeigt sich allein schon darin, dass offenbar nichts unzufriedener macht, als seinen Job zu verlieren.

Nicht nur meine Ergebnisse, auch zahlreiche andere Studien zeigen: Arbeitslos zu werden ist die zuverlässigste Methode, um etwa fünf bis zehn von 100 möglichen Zufriedenheitspunkten zu verlieren. Im Vergleich zu allem anderen ist das ein extremer Effekt. Denn eigentlich ist die Lebenszufriedenheit von Menschen recht stabil. Selbst irgendeinen Job zu haben ist für die eigene Zufriedenheit offenbar besser, als arbeitslos zu sein.

Woran liegt das?
Zunächst ist der Job in aller Regel das, was Menschen ganz banal hilft, genug Geld zu verdienen, um zufrieden zu sein. Es geht nicht darum, Unsummen zu verdienen, sondern eben genug. Außerdem gibt er Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden, und somit Anerkennung. Und er ist auch zu einem großen Anteil das, was uns mit sozialen Kontakten zusammenbringt. Und die sind für die Zufriedenheit generell enorm wichtig.

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