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Girl sitting on a wall and having a tough time
© Ben Akiba/ Getty Images
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Hilfe bei Depressionen : „Es ist Wahnsinn, was gerade in Deutschland passiert“

Die Depressions-App Selfapy gibt es jetzt wie Pillen auf Rezept. Gründerin Nora Blum spricht über das Programm und die Frage, ob Corona die Gesellschaft völlig verstört.

Frau Blum, warum haben Sie ein Online-Programm entwickelt, das depressiven Menschen helfen soll, statt als studierte Psychologin selbst zu therapieren?
Ich habe lange überlegt, in die Fußstapfen meiner Familie zu treten und eine psychotherapeutische Ausbildung zu machen. Dann sah ich während des Studiums schon bei den ersten praktischen Stationen in der Psychiatrie und therapeutischen Praxen, wie Menschen fünf, sechs Monate auf einen Therapieplatz warteten – wenn sie sich überhaupt trauten, eine Therapie zu machen. Sogar Kommilitonen von mir fielen wegen eines Burnouts aus und unternahmen nichts dagegen. Das Pensum in Cambridge war sehr hoch. Überall sprang mir die Frage entgegen: Wie können Menschen, denen es psychisch nicht gut geht, schneller und einfacher Hilfe in Anspruch nehmen?

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