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Auch die Politik streitet seit Jahren um das Thema
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Die schwierige Suche nach dem Atommüll-Endlager: „Der Mythos, es handele sich nur um westdeutschen Abfall, ist nicht haltbar“

Wolfram König, Leiter der Atomaufsicht, über Widerstände gegen Atommüll-Endlager, die Rolle der AfD, Mythen und das Castor-Problem.

Herr König, Sie sind quasi der Endlager-Sisyphos der deutschen Politik, 18 Jahre Chef des Bundesamts für Strahlenschutz, sollen Sie nun dafür sorgen, dass es kein zweites Gorleben gibt.
Gerade Sisyphos hat uns doch gelehrt, dass man nicht alleine, sondern nur in Gemeinschaft große Brocken den Berg hinaufbringen kann. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle – ein nun wirklich großer Brocken – waren jedenfalls noch nie so gut: Wir haben erstmals ein Verfahren, bei dem der sicherste Ort ergebnisoffen anhand nachvollziehbarer Kriterien gesucht wird. Die Bevölkerung kann sich umfassend am Prozess beteiligen. Am Ende wird nicht stehen: Wer am lautesten schreit, gewinnt. Alle gesellschaftlichen Akteure sollen gehört und beteiligt werden, ihre Sichtweisen einfließen. Das ist das Ergebnis gescheiterter Endlagerprojekte, die wir bisher in Deutschland hatten. Immerhin drei Mal kann der Bundestag bis 2031 die Zwischenergebnisse der Endlagersuche debattieren und letztlich den Standort bestimmen.

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