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Ermattende Scheibe. Zoom&Co. entfremden uns von den anderen und uns selbst.
© Getty Images/iStockphoto
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Wir Zoom-Zombies: Darum hinterlassen uns digitale Treffen häufig erschöpft zurück

Digitale Medien können entfremdend und erschöpfend wirken, meinen Experten. Warum der direkte Kontakt nicht zu ersetzen ist. Eine Analyse. 

Von Christoph David Piorkowski

Juni 2022: Hände greifen wieder automatisch ineinander, Menschen fallen sich gelöst in die Arme. Wie in den Sommern der vergangenen Jahre, erscheint die Pandemie mit ihren Abstandsgeboten heute vielen wie ein surrealer Spuk. Doch unabhängig davon, ob es mit den sich ausbreitenden Omikron-Subtypen abermals ein böses Erwachen geben wird oder das Virus seinen Schrecken verliert und als Hintergrundrauschen einfach hingenommen wird – der Digitalisierungsschub der jüngeren Vergangenheit setzt sich mit Sicherheit fort.

Der Blick ist das wichtigste soziale Signal.

Leonard Schilbach, Experte für soziale Neurowissenschaft

Die leidigen Corona-Jahre haben offenbart, dass Arbeits- und Kommunikationsprozesse vielfach digital absolviert werden können, dass Meetings, Besprechungen oder Konferenzen auch über Zoom & Co. funktionieren. Zurecht wurde gelobt, dass internationale Tagungen nicht mehr notwendig in Präsenz stattfinden müssen, was Teilnahmen niedrigschwelliger gestaltet und außerdem dem Klimaschutz zuträglich ist. Auch dass sich Lohn- und Care-Arbeit im Homeoffice besser verbinden lassen, erleichtert vielen Menschen ihren Alltag.

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