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Kein wirklicher Durchbruch in Sicht: „Besorgniserregende Entwicklung bei den Emissionen“

Klimaökonom Ottmar Edenhofer über die UN-Klimakonferenz, die Folgen des CO2-Preises, die Rolle Deutschlands und warum Klimaschutz nur mit sozialem Ausgleich machbar ist.

Von Jan Kixmüller

Herr Edenhofer, welche Erwartungen haben Sie an die UN-Klimakonferenz COP26?
Wir sollten realistische Erwartungen haben. In Glasgow geht es im Wesentlichen darum, das Ambitionsniveau der Maßnahmen gegen Treibhausgase zu erhöhen, um vermehrte Finanzierung für Entwicklungsländer, um die Fertigstellung des sogenannten Regelbuchs. Und um den Artikel 6 der Klimarahmenkonvention, also die Bedingungen, unter denen Kohlenstoffmärkte entstehen können. Das wären diplomatische Erfolge, und letztlich besteht Klimapolitik auch aus vielen dieser kleinen Schritte. Aber wir brauchen mehr, etwa ein Bündnis zum Kohleausstieg. Ein echter Durchbruch, der die Emissionen rasch sinken lässt, ist in diesem Format, dem des UN-Gipfels, leider nicht zu erwarten.

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