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Die Landschaft, die uns in der Seele sitzt.
© Illustration: Martha von Maydell
Tagesspiegel Plus

Zwischen Migration und Globalisierung: Heimat! Wo liegt sie?

Jeder Mensch hat ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Das nutzen Ideologen bis heute aus. Doch nicht die Scholle, die Sprache schafft wirkliche Gemeinschaft.

Von Ralf Schnell

Das Wort Heimat besitzt auf Anhieb einen sympathischen Klang. Schon beim ersten Hören stellt sich ein Echoraum aus verwandten Wörtern ein: Heim, heimisch, heimelig, heimlich – „heimatlich“ eben. Wärme und Klarheit strahlt dieses Wort aus. Der weiche Diphthong „ei“ trägt, wie im Wort Heiterkeit, zur Erhöhung geistiger Temperaturen bei, der Vokal „a“, wie in Wahrheit, zu emotionaler Helligkeit. Ein Wort, das Nähe vermittelt und Geborgenheit ausstrahlt, ein Bei-sich-selbst-Sein, wie wir es im Deutschen sonst nur in Prägungen wie Zuhause oder Gemütlichkeit finden.

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