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Orazio Giamblanco (links) macht mit Physiotherapeut Tim Lange im November 2020 gymnastische Übungen – in Corona-Zeiten an einer Geländerstange im Treppenhaus.
© Frank Jansen
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25 Jahre Schmerzen: 1996 schlug ein Skinhead Orazio Giamblanco halb tot

Am 30. September 1996 griff ein Rechtsextremist in Trebbin einen italienischen Hilfsarbeiter mit einem Baseballschläger an. Das Opfer ist seitdem schwer behindert. Die Stadt setzt am Jahrestag ein Zeichen der Erinnerung.

Von Frank Jansen

Er war erst wenige Tage in Trebbin. Orazio Giamblanco hatte auf einer Großbaustelle in der Kleinstadt südlich von Berlin einen Job als Hilfsarbeiter angetreten. Am Abend des 30. September 1996 ging er mit zwei Kollegen, auch Italiener, zu einer Telefonzelle. Giamblanco sprach mit seiner Lebensgefährtin, die zu Hause in Bielefeld geblieben war. Er erzählte von der Arbeit, alles soweit okay. Die Männer gingen zurück zur Containerunterkunft, plötzlich stoppte neben ihnen mit quietschenden Reifen ein Trabbi. Zwei Skinheads sprangen heraus, einer rief: „Seid ihr Italiener?“ Die Antwort interessierte gar nicht.

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