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Der studierte Elektrotechniker Thomas Schäfer arbeitet seit mehr als 40 Jahren in der Strombranche.
© promo/Andreas Friese
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Chef von Stromnetz Berlin : „Der größte Großverbraucher ist die Summe aller Kleinverbraucher“

Thomas Schäfer leitet die rekommunalisierte Vattenfall-Tochter. Im Interview spricht er über den Zweck eines Bürgerrates, die Vorsorge gegen Blackouts und, warum bei der Klimawende alle mitziehen müssen.

Von Stefan Jacobs

Seit Juli 2021 sind Sie nicht mehr Geschäftsführer einer Vattenfall-Tochter, sondern eines landeseigenen Berliner Unternehmens. Was hat sich durch die Rekommunalisierung geändert?
Alles und nichts. Alles, weil wir jetzt im Besitz einer Holding des Landes sind. Dadurch müssen wir völlig anders planen als zuvor. Stichwort Energiewende und Klimaneutralität: Früher galt die Faustregel, dass wir rund die Hälfte unserer jährlichen Investitionen in die Erhaltung unseres bestehenden Netzes investiert haben und jeweils ein Viertel in den Ausbau für die wachsende Stadt sowie in Digitalisierung und Vorbereitung aufs Management von erneuerbarer Energie. Der Fokus liegt jetzt deutlich stärker auf Letztgenanntem. Wir sind an dem Punkt, an dem wir das Netz nicht mehr nur vorbereiten auf die Energiewende mit vielen neuen Solaranlagen und Ladepunkten für E-Mobilität, sondern kommen jetzt in die Umsetzung. Nichts geändert hat sich dagegen für unsere Monteure und Technikerinnen draußen im Netz. Unsere Aufgabe lautet unverändert, eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten.

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