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60. Jahrestag des Mauerbaus: Wie Familie Wetzel der DDR im Ballon davonflog

Mit dem Ballon über die Wachtürme hinweg, immer nach Westen – spektakulärer ist niemand dem SED-Staat entwischt. Eine Rekonstruktion.

Von Robert Ide

Da hinten leuchtet was. Drei Schweinwerfer erhellen die Nacht, werden in seine Richtung gelenkt, stechen in beide Augen. Günter Wetzel kneift die Lider zusammen, duckt sich instinktiv, unten im Korb des Ballons hocken seine Frau, seine beiden Kinder, zwei und fünf Jahre alt; außerdem der Freund der Familie und dessen Familie. Gemeinsam schweben sie heimlich durch die tiefdunkle Nacht; westwärts. „Die Angst packte mich: Schaffen wir das?“ Da hinten unten, wo es leuchtet, muss die Mauer sein. Eigentlich kommt man da nicht drüber.

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