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Nur für Erwachsene: Eine Liebeserklärung an das Pasteten-Ei

Es ist zu groß, um es in einem Happs zu essen, besteht aus fünf Schichten und wer es probiert, hat schnell einen im (Oster-)Tee.

Von Susanne Leimstoll

Zu jedem Osterfest passiert es wieder: Dieses Ei fällt mir ein. 175 Gramm bauchige Vollmilchschokolade, die in lila Stanniol verpackte Kostbarkeit meiner Kindertage, viel zu groß, um sie auf einmal in den Mund zu schieben, sogar zu voluminös für Erwachsenenmäuler. Was mochte dieser Brocken gekostet haben? Als Kind wurde ich da geizig, schleppte das dicke Ding in eine stille Ecke, holte ein Plastikmesserchen aus meinem Kaufladen, pellte das Papier von der geriffelten Schokohülle und säbelte schmale Scheiben ab. Erst die legten die inneren Werte frei: je eine hauchdünne Schicht Marzipan, dann Kakao- und Haselnusscreme, irgendetwas mit Biss klebte auch dazwischen, Keks vielleicht. Erst mal genau studieren, ehe das bröckelnde Stück in den Mund wanderte, ein netter Batzen Praline, deren einzelne Schichten köstlicher schmeckten als jedes daherrollende Osterei.

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