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Heavy Metal in der DDR: Blastbeats und Blümchentapeten

Mitte der 1980er Jahre regiert im Osten Deutschlands der Metal. Auch weil dem Staat zunehmend die Kontrolle über die Jugend entgleitet. Anders als der Punk findet die Szene jedoch bis heute kaum Beachtung.

Von Nikolai Okunew

Schwarze, mit Metall beschlagene Lederjacken, T-Shirts mit martialischen Monster-Motiven. Mitte der 1980er Jahre ziehen dunkle Gestalten durch Biesdorf, Ost-Berlin. Ihr Ziel: das ehemalige Wohnhaus des kommunistischen Malers Otto Nagel. Hier lagern wertvolle russische Ikonen und Zeichnungen seiner Weggefährtin Käthe Kollwitz. Eigentlich wollte die DDR-Kulturbürokratie diese Kunstschätze verstaatlichen. Doch die Erben versuchten ihr zuvorzukommen und schenkten das ganze Haus dem Sohn Tim Schallenberg. Und Tim Schallenberg ist ein „Heavy“, ein Heavy-Metal-Fan.

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