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© Gestaltung: Schuber, Foto: mauritius images/Alamy/Collection Philippe Clement
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Sie nannten ihn den Würger von Schöneberg: Wie schnappt man einen Serienmörder?

Zwei Frauen sind tot, Zeugen fehlen. Der modus operandi kommt den Ermittlern gleich bekannt vor. Doch sie brauchen Beweise. Eine Rekonstruktion.

Es ist einer dieser Tage, Mordbereitschaft, Wochenende. Kriminalhauptkommissar Martin Niemann steht seit acht Uhr morgens mit den Gerichtsmedizinern am Tisch. Ein junger Mann hatte in Neukölln im Wahn seinen Vater getötet. Der Fall war praktisch gelöst, als sie am Tatort ankamen, aber die Obduktion wird ewig dauern. 101 Messerstiche, jeden einzelnen müssen die Forensiker vermessen, dokumentieren.

Am Vormittag bringen sie noch eine zweite Leiche, legen sie auf den kalten Stahltisch gleich daneben: eine Frau, 83 Jahre alt, ihr Leichnam leicht wie ein Kind. Gerade einmal 1,44 Meter groß, am Hals der Toten hängt ein Brustbeutel, in dem die alte Dame ihre BVG-Fahrausweise verwahrt hat.

Auf dem kalten Stahltisch liegt eine Frau, 83 Jahre alt, ihr Leichnam ist leicht wie ein Kind.
Auf dem kalten Stahltisch liegt eine Frau, 83 Jahre alt, ihr Leichnam ist leicht wie ein Kind.
© Gestaltung: Katrin Schuber, Foto: Kitty Kleist-Heinrich

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